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Neue Wohnangebote
Die Lebenshilfe Villingen-Schwenningen möchte gemeinsam mit der Lebenshilfe Heimstätten gGmbH ihr Wohnangebot für Mitarbeiter der Behinderten-Werkstätten ausbauen. Das voll belegte Wohnheim – ein drittes Haus mit weiteren 24 Einzelzimmern wird gerade geplant – soll durch ambulant betreutes Wohnen und Außenwohngruppen ergänzt werden. Ziel ist, die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken. Beide Wohnformen sind zudem ein weiterer Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Ambulant betreutes Wohnen
Im ambulant betreuten Wohnen werden Menschen mit Behinderung nicht mehr wie im Wohnheim rund um die Uhr betreut. Stattdessen leben sie in selbst angemieteten oder eigenen Wohnungen. Möglich sind Einzel- und Paarwohnen sowie Wohngemeinschaften. Fachpersonal bietet am Einzelfall orientiert Unterstützung im lebenspraktischen Bereich und zur Alltagsbewältigung an. Diese Hilfe zur Selbsthilfe wird durch Freizeitangebote ergänzt. In Krisensituationen ist sozialpädagogische Betreuung gesichert. Dem ambulant betreuten Wohnen wird ein einjähriges Wohntraining vorgeschaltet. In diesem Zeitraum können notwendige Grundfertigkeiten für ein weitgehend selbständiges Wohnen eingeübt werden.
Wer kann ins ambulant betreute Wohnen?
Aufnahme ins ambulant betreute Wohnen finden laut Landeswohlfahrtsverband Baden (LWB) „volljährige körperlich, geistig und seelisch wesentlich behinderte Menschen, die vorübergehend oder für längere Zeit oder auf Dauer von ihren Familien nicht mehr häuslich betreut werden können und die nicht zur selbständigen Lebensführung fähig sind, so dass sie ohne dieses Betreuungsangebot der stationären Hilfe in einem Heim bedürften“. Aufgenommen werden sollen „vor allem“ – aber nicht ausschließlich - „behinderte Menschen, die bislang in stationären Einrichtungen leben und diese intensive Betreuung nicht (mehr) benötigen“.
Außenwohngruppen
Menschen mit Behinderung, die nicht ambulant betreut leben können oder wollen, sollen künftig Außenwohngruppen offen stehen. Dort ist die Betreuung gegenüber dem Wohnheim deutlich zurückgenommen. Eine Nachtbereitschaft ist nicht vorgesehen. Die Gruppe versorgt sich - von Fachpersonal angeleitet - selbst. Förderangebote ermöglichen später den Weg ins ambulant betreute Wohnen.
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